Oni wa soto! Fuku wa uchi!

Oni wa soto

Oni wa soto! Fuku wa uchi!

»Dämonen hinaus! Glück herein!« Am 3. Februar feiert man in Japan »Setsubun«. »Setsubun« bedeutet »der Wechsel der Jahreszeit«. Es ist der letze Tag der »großen Kälte« des japanischen Kalenders, man feiert dieses Fest also zum Frühlingsbeginn.

Japaner glauben dabei, dass Dämonen, genannt »Oni«, sich während dem Wechsel der Jahreszeiten versammeln und den Menschen Krankheit und Katastrophen bringen. Um die Oni zu vertreiben bewirft man sie mit gerösteten Sojabohnen, um das Haus und die Familie zu schützen.

Häufig verkleiden sich Väter oder die Nachbarn als Oni und suchen mit viel Theater die Familie heim. Dort werden die Sojabohnen dann von den Kindern auf den Oni geworfen. Damit soll der Oni vertrieben werden. Anschließend wirft man auch die Bohnen im Haus umher, denn die Bohnen sind auch ein Glückssymbol. So verbleibt das Glück symbolisch im Haus.

Dabei ruft man laut:
»Oni wa soto! Fuku wa uchi!« (Dämonen hinaus! Glück herein!)

Auch hier im Saarland gibt es einen ähnlichen Brauch, sogar zu ungefähr der gleichen Jahreszeit: Menschen mit lustigen Verkleidungen werfen von Lastwagen in einer Karawane Bonbons auf die Zuschauer um sie herum, die ebenfalls als Hexen und Dämonen verkleidet sind. Dabei schreien sie kampflustig »Alleeeh Hopp!«

Aber zurück nach Japan: Es soll besonderes Glück bringen, wenn man zu diesem Anlaß eine Anzahl Soja-Bohnen ißt, die dem eigenen Alter plus 1 entspricht.

In Osaka ißt man am diesem Tag ein spezielles Futo-Maki-Sushi. (Also eine ganze, dicke Rolle Sushi, die nicht in Teile geschnitten wird). Beim Essen sitzt man dabei in Richtung Eho* und denkt an seine Wünsche. Dabei sollte man kein Wort sagen, bis man die ganze Rolle fertig gegessen hat. (Diese Rolle darf man natürlich abbeißen.)

*Die Göttin des Glücks, Tokutokujin (歳徳神) sitzt in der Richtung, die man »Eho« bezeichnet. Diese Richtung ändert sich aber jedes Jahr. Im Jahr 2008 ist diese Göttin in der Richtung Süd-Süd-Ost zu finden.

 

 

Was essen Japaner außer Sushi?

Essen Japaner jeden Tag Sushi? Gibt es in Japan auch Brot und Kuchen? Wenn ja, schmeckt es anders? Was gibt es außer Gemüse und Algen als Gerichte? Die Antworten finden Sie hier...

 

brot

 

Das Frühstück in Japan

Das typische japanische Frühstück besteht aus einer Schale Reis, einer Schale Miso-Suppe, einem Omlett (oder einfach rohem Ei), Algen und eingelegtem Gemüse. Und manchmal ein Stück Fisch dazu. Viele Japaner essen aber heutzutage auch Toast oder Brot zum Frühstück. Der Toast ist in Japan oft größer und dicker als hier. Kaffee trinken Japaner mittlerweile sehr gerne zum Frühstück.

 

asagohan

Das ist das Frühstück in einem Hotel in Osaka. Hinten gibt es Brot und Hörnchen, und vorne ein typisch japanisches Frühstück.

 

»Gibt es Brot in Japan?« werde ich sehr häufig gefragt. Nun, Japaner essen gerne helles Brot, aber wir haben eine ziemlich große Auswahl an Broten in den Bäckereien der Stadt. Die Kuchen sind auch fantastisch in Japan. Viele Japaner gewinnen sogar bei internationalen Konditor-Wettbewerben. Doch wenn Sie in Japan einmal Kuchen essen wollen, bestellen Sie mindestens 2 oder 3 Stück! Denn die Portionen sind in Japan mikroskopisch.

 

kuchen

 

Das Mittagsessen in Japan

Es gibt natürlich eine riesige Auswahl dessen, was man in Japan so essen kann. Hier ein paar Beispiele:

Tonkatsu – Schnitzel nach japanischer Art. Wir essen es allerdings mit Stäbchen, daher ist ein Schnitzel schon vom Koch vorgeschnitten. Dazu gibt es Reis und Miso-Suppe, und Krautsalat. (Somit »Schnireimikrausa« statt »Schniposa«) Das kostet 780 Yen, also ca.5,20 €.

Die Mütter in Japan machen oft ein Tonkatsu für ihre Kinder vor deren Prüfungen. Weil man »katsu« nämlich auch in den chinesischen Zeichen »勝つ« schreiben kann, und das bedeutet »gewinnen« oder »bestehen«.



tonkatsu

Hier sehen sie ein typisches Tonkatsu-Gericht in Osaka!

 

Ramen – japanische Suppen-Nudeln. Ramen gehören eigentlich zu unserem Fastfood. Es ist günstig, schnell und lecker. Man schlürft die Nudeln mit einem melodischen Geräusch. So schmecken japanische Nudeln am besten! Kosten: 620 Yen (ca.3,80 €).

 

ramen

 


Japanisch – das bedeutet fast immer: viele zusammengestellte Kleinigkeiten, verschiedene Gemüsesorten, Sashimi, Reis und Suppe. Kosten: 2500 Yen (ca. 16,70 €).

 

japanisches essen